Das erste Geheimnis für inneren Frieden und Wohlbefinden: ACHTSAMKEIT

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, dass man jeden Augenblick gedanklich bei der Tätigkeit ist, die man gerade ausübt.

Wenn du einen spannenden Roman liest, konzentrierst dich dich auf die Buchstaben, die Worte und den Sinn des Textes. Du denkst nicht daran, was du einkaufen musst oder was dein Nachbar gestern gesagt hat. Du bist in deinen Roman vertieft.

Dieselbe vertiefte Konzentration kannst du auch bei deinen täglichen Arbeiten praktizieren!

Wenn du Geschirr abwäschst, betrachte die Teller und Gläser, das Wasser, deine Hände. Beobachte dich selbst. Nimm wahr, was du dabei fühlst. Wäschst du gern dein Geschirr ab? Bist du dankbar, dass du Geschirr hast, dass du die Möglichkeit hast, zu kochen, zu essen und danach dein Geschirr abzuwaschen?

Oder ist dir diese Arbeit lästig? Versuchst du so schnell wie möglich, das Geschirr in den Geschirrspüler einzuräumen, um die Arbeit hinter dich zu bringen?

Hältst du bei der Arbeit den Atem an? Fühlst du Ärger oder Frust, denkst du an tausend andere Sachen, während deine Hände automatisch und hektisch das Geschirr waschen oder in den Geschirrspüler einräumen?

Egal, was du bei einer Tätigkeit fühlst, es ist wichtig, dass du deine Gefühle und Gedanken dabei wahrnimmst. 

Du musst das Geschirrabwaschen nicht lieben. Es kann sein, dass du die Tätigkeit zwar nicht besonders magst, aber dass du glücklich bist, wenn alles sauber ist und glänzt. Das Geschirrabwaschen ist somit der Weg, um das erwünschte Ergebnis zu erzielen. Du kannst dir diese Tätigkeit mit Atemübungen, mit Mantra-Hören oder Mantra-Singen versüßen, so wie man sich einen langen Weg versüßt, indem man singt und Gehmeditation macht. 

Wenn du jedoch täglich etwas tust, das du von Herzen hasst, wäre es gut, darüber nachzudenken, warum das so ist.

Vielleicht gibt es eine unangenehme Erfahrung in deiner Vergangenheit, die du unbewusst mit der ungeliebten Tätigkeit in Verbindung bringst. Es könnte sein, dass deine Eltern dich jedes Mal von einem spannenden Buch weggerissen haben, um im Haushalt zu helfen. Du hattest vielleicht das Gefühl, als würde man über dich "drüberfahren". Oder du hast Erinnerungen an Streit zwischen deinen Eltern gespeichert, der jedes Mal in der Küche stattfand. Eventuell flog sogar das Geschirr durch die Luft.

Es gibt viele kleine und große Situationen im Leben eines Kindes, die es ein Leben lang speichert. Deshalb ist es sinnvoll, diese Erfahrung zu erkennen und neutralisieren. Denn es ist nicht die aktuelle Tätigkeit, die du hasst, sondern das ungelöste Gefühl aus der Vergangenheit. 

Wenn wir bei allen Tätigkeiten achtsam sind, fällt es uns leichter,

Hintergründe und Beweggründe für unsere aktuellen Gefühle und Handlungen herauszufinden!

Wir lernen dabei, uns selbst nahe zu bleiben und gleichzeitig zu unseren Erfahrungen einen Abstand zu gewinnen, so dass sie uns nicht mehr so stark beeinflussen können.

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