• Brigitte Evans

DAS HOHE SELBST

Heute hatte ich wieder Besuch von Erzengel Nathanael. Nachdem ich in den letzten Tagen sehr viel Neues über das Höhere Selbst (oder Hohe Selbst) erfahren durfte, gab es heute eine Botschaft darüber.

Das Hohe Selbst ist euer Zugang zu einer Dimension, die so unsagbar weit und weitreichend ist, dass euer Verstand es nicht begreift. Der Verstand ist darauf ausgelegt, die Erfahrungen, die ihr macht, zu ordnen und wiederzukäuen. So wie eine Kuh ihre Nahrung immer wieder hervor würgt und schluckt.

So arbeitet der Verstand und nennt es Analyse. Das ist gut, wenn ihr euch in der Bewusstseins-Ebene, in der ihr euch befindet, orientieren und jedes Detail dieser Ebene erforschen wollt. Doch es ist nicht gut, um in neuen Bereichen einen Weg zu finden, weil der Verstand für den neuen Weg noch keine Erfahrung hat.

Das ist so, als ob ihr in einer Wühlkiste voller alter Sachen nach einem neuen Ballkleid suchen würdet. Im Märchen Aschenputtel kniet das Mädchen am Grab seiner Mutter. Das Grab ist das Symbol für das Niedere Selbst. Das neue Kleid wird von einer Feen oder einem Vogel überbracht. Es kommt nicht aus dem Grab, sondern von "oben", von einer Ebene, die weit über dem Grab, also über dem Alten und Gewohnten liegt.


Das Hohe Selbst und die Hohe Seele übersteigen und überragen euren Alltag, der euch nur allzuoft in Konflikte und Leiden führt. Dies wird dem Hohen Selbst und der Hohen Seele nicht gelingen. Richtet ihr euch auf beide aus, so verliert ihr den Zugang zum Leiden. Es ist nicht mehr auf dem Bildschirm eurer Wahrnehmung. Weder das Hohe Selbst noch die Hohe Seele schwingen auf einer Ebene des Leidens. Das macht nur das Niedere Selbst mit seinem Verbündeten, dem Verstand.


Das Verharren in alten Mustern, Gedanken und Urteilen bringt neues Leiden und noch mehr Konflikte, Krankheiten und viele Momente, in denen ihr nicht leben wollt oder nach Veränderung schreit. In diesem Momenten sucht der Verstand nach Lösungen. Doch er wühlt weiter in der Kiste der alten Meinungen, Urteile und Vorurteile, wühlt sich vor in längst vergessene Erinnerungen und hofft, hier eine Lösung zu finden.


Befreie deinen Geist von deinem Verstand. Höre auf, in alten Klamotten zu wühlen und lasse dir ein prächtiges Kleid übergeben von deinem Hohen Selbst. Erkenne, dass dein Verstand zu begrenzt ist, so klug du auch sein magst, und öffne dich für das Wissen aus deinem Hohen Selbst. Und öffne dich vor allem für die Liebe aus deiner Hohen Seele. Anstatt in alten Kisten zu wühlen, die dich auf falsche Wege bringen, zerstreue dich. Zerstreue die Bemühungen deines Verstandes und richte dich aus auf etwas, das so groß und schön ist, dass es dir den Atem raubt.

Versenke deinen Verstand in der Anschauung des Wunderbarsten, das du erreichen kannst. Lass dich auf ein Abenteuer der Sinne und der Seele ein! In diesen Momenten bist du frei von den Grenzen des Verstandes und frei von alten Mustern und Konditionierungen und frei genug, um die Weisheit des Hohen Selbst aufzunehmen.

Die Ausrichtung auf das, was dir den Verstand raubt, ob seiner Schönheit und Klarheit, seiner Größe und Magie, ist unserer Ansicht nach die schnellste Verbindung zu deinem Hohen Selbst, in euren Worten, eine Autobahn zum Glück.

Der Verstand hat mit seinen alten Meinungen und Mustern euer Herz erfasst und erfüllt es mit Gedanken und Sorgen, mit Erinnerungen an leidvolle Momente. Und sogar, wenn ihr euch an etwas Schönes erinnert, so bleibt ein Rest an Leid zurück, weil diese Momente vergangen sind.

Das Leben ist ein Geschenk und bietet jeden Augenblick wunderbare Erfahrungen, wenn ihr euch darin übt, sie zu sehen.

Dazu ist es notwendig, das Herz von den alten Programmen und Erfahrungen, dem alten vermeintlichen Wissen zu leeren. Das Herz muss leer sein. Dann ist es leicht.

Wir Engel ziehen in euer Herz ein und halten es bereit für alles, was ihr von der Hohen Seele und dem Hohen Selbst erhaltet. Diese Erfahrungen sind leicht und belasten das Herz nicht. Sie wiegen nichts, weil sie kommen und gehen. Diese Erfahrungen lösen dunkle und schwere Programme auf. Sie sind reines Licht. So ist dein Herz nicht wirklich leer, sondern voller Licht und kann einst, wenn es auf der Waage liegt, frohlocken, denn es hat kein Gewicht, in dem Sinne, dass es belastet wäre. Weder hängt es an Besitz noch an Menschen. Es ist leer in dem Sinne, dass es frei und unabhängig ist. Es ist strahlend von Licht und bietet Raum für noch mehr Licht.

Im Märchen weint Aschenputtel am Grab der Mutter und wird von oben beschenkt. Nicht, weil sie arm ist oder brav. Jeder Mensch wird beschenkt, egal, was er macht oder gemacht hat. Jeder Mensch, der begräbt, woran er hängt, wird frei für die Botschaften des Höheren Selbst. "Mach dieses!", "Mach jenes!" wird dem Mädchen aufgetragen und es hört auf diese Stimmen. Scheinbar unmögliche Dinge geschehen, bis es erreicht, wonach sich jede Seele sehnt, nach der Vereinigung mit dem Licht. Im Märchen ist es oft die Hand des Prinzen oder der Prinzessin und ein Königreich.

Sind das nicht die Wünsche, die jede Seele hegt? Liebe und Wohlstand, Glückseligkeit und die Möglichkeit, selbstbestimmt ein eigenes Umfeld zu schaffen (also ein eigenes Königreich zu haben)?

Wenn Selbst-Bestimmung vom Hohen Selbst ausgeht, wird es ein friedliches Königreich sein, wenn es vom Niederen Selbst regiert wird, werden Konflikte und Leiden an die Tore deines Reiches klopfen.

Wie also erreicht ihr die Ausrichtung auf das Hohe Selbst?

Das erste wurde schon genannt: Indem ihr euch so oft wie möglich und vor allem in schwierigen Zeiten, wenn euch eine Krankheit oder ein Problem in niedrige Frequenzen ziehen will, auf das Höchste und Schönste ausrichtet, dessen ihr habhaft werden könnt!

Erfreut euch - gerade in Situationen, die euch Kummer bereiten - erfreut eure Sinne mit etwas besonders Schönem!


Im Alltag bleibt mit euren Gedanken in der Gegenwart. Hastet nicht in die Zukunft oder verweilt nicht in der Vergangenheit, denn so kommen Fragen, Ängste und dunkle Erinnerungen hoch, Sehnsucht nach dem, was schön war und Angst, vor dem dem, was kommt.

Seid euch bewusst, dass alle Fragen, Unsicherheiten, Bedürfnisse, Zweifel, Ängste und Sorgen, aller Ärger und Zorn, alle Urteile und Verurteilungen, Vorwürfe und missbilligendes Denken, alle Meinungen und Ansichten aus dem Niederen Selbst kommen.

Das Hohe Selbst kann nur Sicherheit und Freude vermitteln, sozusagen ein gutes, sicheres Gefühl erzeugen.

Alles andere ist Teil der Wühlkiste mit euren alten Klamotten!


So bleibt bei jeder Verrichtung des Tages offen für die Botschaften des Hohen Selbst. Das heißt, beobachtet euch. Erkennt, welche Gedanken auftauchen. Und erkennt, ob euch der Gedanke erfreut oder nicht. Wenn er euch in der Gegenwart erfreut, verweilt in Stille bis zum nächsten Gedanken, der euch erfreut.

Doch achtet darauf, dass diese Gedanken allgemein erfreulich sind. Ein Gedanke, der euch erfreut, könnte zum Schaden anderer sein.

Leider ist es so, dass sich viele Menschen an dem Gedanken erfreuen, anderen Schaden zuzufügen oder sie leiden zu sehen. Sei es, dass sie Vergeltung üben wollen für erlittenes Unrecht oder sei es, dass sie aus inneren Blockaden heraus das Gute nicht mehr vom Schädlichen unterscheiden können.

Viel eher jedoch hegt ihr Gedanken, die euch erfreuen, doch die euch selbst schaden. So zum Beispiel die Vorfreude auf eine Belohnung nach einer Arbeit, die ihr nicht gern verrichtet. Als Belohnung wird oft eine Zigarette oder ungesunde Nahrung angesehen. Auch diese Freude oder Vorfreude kommt nicht vom Hohen Selbst. Diese Art der Freude und der Bedürfnisse sind Teile des Niederen Selbst.


Beobachtet genau, welche Gedanken und Wünsche ihr habt. Wünscht euch nur etwas, das euch in höchstem Maße erfreut und euch und allen anderem zum Höchsten Wohle gereicht.

Tut dies mit dem Zusatz: "Möge dieser Wunsch erfüllt werden, wenn er zum meinem höchsten Wohle gereicht und dem Wohle aller dient. Möge dieser Wunsch erfüllt werden, wenn er dem göttlichen Bewusstsein entspringt."

Auf dem Grunde der Kiste eurer Überzeugungen liegt der Glaube, dass man nur durch Leiden lernen kann.


Früher oder später werden alle Anteile des Niederen Selbst gelöscht werden. Und sehr oft geschieht dies in Verbindung mit Konflikten und Leiden.

Ihr selbst habt euch diese Art des Lernens gewählt. In eurem Niederen Selbst ist eine Überzeugung verankert, die euch an das Leiden bindet. Ihr glaubt, dass ihr durch schlimme Erfahrungen besser lernen könnt, als durch Vorbilder und auf das Hören auf die innere Stimme.

"Wer nicht hören will, muss fühlen", ist ein altes Sprichwort, dem ihr euch sehr verbunden fühlt. Denn insgeheim glaubt ihr nicht an euch und eure Fähigkeit, auf die leise Stimme des Hohen Selbst zu hören.

Ihr tragt in euch die Ansicht, dass ihr bestraft werden müsst, wenn ihr versagt, dass ihr leiden müsst, wenn ihr etwas falsch macht und dass ihr nur über harte Erfahrungen und Leid am eigenen Leib erkennt, was gut ist und was schlecht ist.

Weder das allerhöchste umfassende göttliche Bewusstsein, noch eure Hohe Seele, weder euer Hohes Selbst noch alle hohen Wesen haben euch dies gelehrt. Wir alle lehrten und lehren euch die Liebe.


Wir lehren euch, dass euer Leben eine Gnade ist, ein Geschenk, ein freudevolles Ereignis. Und ihr wisst vielleicht noch nicht, dass wir nie müde werden, die Geburt eines neuen Wesens zu feiern und den Mut, die Kraft und die Ausdauer achten, mit der ihr euren Weg aus den Fallstricken des Niederen Selbst sucht und euch immer wieder auf eine neue Inkarnation einlasst, um diesen Fallstricken zu entkommen.


Doch wir bitten euch inständig: Erkennt, dass es nicht notwendig ist, so zu leiden. Niemand wird gezwungen, durch Leiden und Konflikte ein besserer Mensch zu werden.

Seht tief in eurer Kiste nach und erlöst euch selbst von dem Glauben, dass ihr nur durch Leiden und schlimme Erfahrungen lernen könnt. Befreit euch von dieser Meinung - und tut damit auch anderen einen Gefallen, indem ihr durch euer Vorbild zeigt, dass es eine andere Art des Lernens gibt.

Öffnet euch für die Botschaften eures Hohen Selbst und eurer Hohen Seele. Macht endlich das Geschenkpaket auf, das euch übergeben wurde, im Augenblick eurer Geburt: die Möglichkeit, ein Leben voller Freude und Frieden zu genießen in Verbindung mit Allem-Was-Ist.

Ich liebe und umarme euch so wie euch das Universum in seiner Liebe und Güte umarmt und liebt.

Nathanael

  • Brigitte Evans

Ein Kapitel aus meinem Buch "Die Erde ist ein Paradies"

Botschaft von Erzengel Nathanael


Diese Botschaft kam 2013, als mich eine Freundin bat, ihr zu sagen, was sie tun könnte, um wieder ein ruhigeres Leben zu führen. Sie fühlte sich ausgelaugt und überfordert.

Vielleicht hast du manchmal auch den Wunsch auszusteigen und dich von der Hektik des Alltags zu befreien. Erzengel Nathanael erklärt ausführlich, wie wir unser Leben einrichten können, damit wir gelassen, ruhig und glücklich sind.



Erzengel Nathanael:

Worauf sollte man sich einstellen, wenn man versucht, dem Leben die schönen Seiten abzugewinnen? Was bedeutet ein Ausstieg aus dem Netz von Verpflichtungen und Aufgaben? Heißt das nicht auch, dass man sich allem entzieht, was man bislang glaubte zu brauchen? Würde das nicht auch heißen, Zeit in unendlichem Ausmaß zur Verfügung zu haben? Und wenn man gewohnt ist, die Zeit mit Tausenden Aktivitäten zu füllen, gäbe es dann nicht das Gefühl ohne Sinn zu leben, das Dasein zu verschwenden? Sich im Alltag zu verlieren ohne etwas zu tun, dessen man sich rühmen kann?


Liebes Kind, es ist nicht der Anstieg der Tätigkeiten, die euch zu Fall bringen und eure Lebenskraft erschöpfen, es ist der Grad an Enge in eurem Herzen und in eurem Geist, der euch zusetzt und ermüdet. Die Bewegung, dir ihr macht, ist eine nach außen gerichtete, ein Streben nach mehr und mehr, nach außen und weg von euch selbst – und das kostet Zeit, Geld, Kraft und Mut.

Die Verzweiflung, in der ihr steckt, ist das Maß der Entfernung von euch selbst zu euerer Seele und zu Gott.

Das, was ihr einen Ausstieg aus dem Alltag und den Pflichten nennt, wäre eigentlich eine Rückkehr zu Gott und zu eurer Hohen Seele.

Die Hohe Seele ruft nach euch und ihr rennt weit, weit weg. Ihr rennt davon, scheinbar gleichzeitig in alle Richtungen, auf der Suche nach euch selbst und nach der Hohen Seele, deren Rufen ihr vernehmt.

Wie kommt ihr nun zurück zu eurer Hohen Seele, die auf euch wartet und die in Stille steht und nicht rennt? Sie ruft, das vernehmt ihr in eurem Herzen oder in euren Ohren sogar – ist es das, was ihr Tinnitus nennt? Der Ruf der Hohen Seele? Was wäre zu tun?

Ein Innehalten wäre gut. Haltet inne und atmet tief ein und aus, lauscht dem Rufen der Hohen Seele in euren Ohren, hört das Schlagen eures Herzens, das Pochen eures Blutes, hört die Stille eures Körpers und den Widerhall der Welt in ihm.

Fühle die Hast, die in jedem Muskel steckt und in jeder Zelle wohnt. Fühle das Aufgewühltsein in deinem Darm, die Härte in deinem Magen, deinen Kiefern und in deinen Gliedmaßen, fühle tief in dich hinein und lasse das alles geschehen.

Beobachte welche Gefühle du dabei hast, wenn dein Körper so hastig rennt und gleichzeitig so starr und eng ist. Wohin drängt und zieht er? Gleichzeitig nach vorne und gleichzeitig zurück? Wohin glaubst du, kann das führen?


Wenn du nun an einen Ausstieg denkst, wohin willst du gehen? Was willst du tun, wenn du eine Aufgabe beendest? Zieht dein Körper, dein Geist nicht sofort in eine weitere Richtung? Und obwohl du aus deiner Arbeit ausgestiegen bist, spürst du keine Erleichterung.

Erkenne deshalb, dass es keinen Ausstieg gibt, sondern nur ein inneres Stillestehen und Anhalten des ewigen Ziehens und Gezogenwerdens in alle Himmelsrichtungen.

Auch der Wunsch mit uns zu sprechen, entspricht dem Ziehen in eine Richtung. Immer lasst ihr euch treiben und ziehen und schieben von euren inneren Peitschen, die euch jagen und peinigen.

Ihr wisst, dass wir euch auch bei eurer Jagd begleiten, wenn ihr es wollt. Schnell wie die Engelsflügel uns tragen, sind wir bei euch und euren Vorhaben. Noch ehe ihr einen Plan erdacht, kennen wir ihn und helfen euch so gut es eben geht, eure Wünsche zu erfüllen. Und ihr habt Tausende und Abertausende Wünsche und Bedürfnisse und eigentlich wäre es an uns auszusteigen und anzuhalten. Doch dann würdet ihr ins Leere rasen und verloren sein.

Frage: Kann ich darauf vertrauen, dass der Ruf meiner Hohen Seele hörbar ist, wenn ich etwas tun soll? Kann es sein, dass ich etwas versäume oder eine Aufgabe nicht erledige, weil ich glaube, dass mich die Hohe Seele ruft?

Die Seele ruft nur, um dich bei ihr zu haben. Sie führt dich nicht hinaus in die Welt. Die Hohe Seele ruht in sich und ruft ihre Anteile zusammen, sie treibt sie nicht auseinander.

Frage: Und wie geschieht das Leben auf Erden, wenn wir unsere Energie nicht nach außen richten?



Welches Leben auf Erden? Alles, was ihr macht, entsteht aus eurem Denken und in eurem Geist. Ihr kämpft gegen Geister und lebt ein fiktives Leben. Was willst du da tun?

Die Welt ist so real, wie du sie machst. Erschaffe eine Welt voller Pein und Qual und lebe darin, erschaffe ein Welt des Friedens und lebe in ihr.

In welcher Welt lebst du lieber? Wähle deine Welt, in der du existieren willst und richte deine Gedanken danach aus. Trug und Schein sind die Welten, in denen ihr eure Kraft investiert. Ihr wähnt die Welt der Filme und Träume als Trug, doch auch das, was ihr als materielle Welt bezeichnet, ist nur ein Teilaspekt der wahren Welt, etwas, das ihr in eurem Geist erschaffen habt und das ihr durch euren Geist eingrenzt und kontrollieren wollt.

Ströme hinaus in eine Welt des Friedens, der Farben und Düfte, der Freiheit und Freude, voller sonniger Tage in Frieden und Harmonie. Ströme hinaus in deine Hohe Seele, in den Augenblick einer Gegenwart, die immer währt und eine Ewigkeit des Glücks bedeutet, ein Einatmen und Ausatmen ohne Ende, Äonen voller Glückseligkeit, ein einziger Atemzug des inneren Friedens. Das ist die Welt, in der ihr leben könnt, wenn ihr aus euren alten Bildern und Vorstellungen aussteigt.

Es sind die inneren Muster der selbstgewählten Welt, die dich rufen, Aufgaben zu erledigen, nicht die Hohe Seele, die sich einzig nach sich selbst sehnt und nach dem inneren Frieden.

Frage: Heißt es nun ganz der Welt entsagen?

Nicht der Welt entsagen, sondern die Welt durchschauen. Dich nicht vereinnahmen lassen von all den Dingen, die scheinbar so real und unveränderbar sind, keine Angst haben vor all dem, was passiert und dich betroffen macht.

Überlasse es denen, die weiterhin die Welt gestalten wollen und müssen, weil sie noch nicht wissen, dass sie blind ihren Mustern folgen und noch lange nicht selbst entscheiden, was sie tun. Jeder Mensch, der glaubt, etwas aktiv zu tun, ist in Wahrheit ein Getriebener seiner Muster und inneren Ideen. Jede Tat, von der du glaubst, sie wäre einmalig, ist nur das Produkt vieler kollektiver und individueller Ideen, Impulse und Erfahrungen.

So lange du nicht in der inneren Ruhe deiner Hohen Seele lebst, hast du die Möglichkeit, in vielen Welten zu leben, entsprechend deiner inneren Bilder.

Darum ist es gut, die eigenen Gedanken zu erkennen und zu sehen, in welche Netze du verstrickt bist, um dich daraus zu befreien, auch wenn das der Weisheit letzter Schluss noch nicht ist. Die Entzauberung von dieser Welt tritt manchmal schnell, manchmal langsam ein.


Die Faszination an deinen Möglichkeiten, Schicksal zu schaffen, treibt dich immer weiter in die Welt und ihre fiktiven Bühnen und Szenarien. Und auch der Glaube, dich durch Tun von dieser Fiktion zu lösen, ist nur eine Illusion.

Lösen heißt immer, etwas zu verlieren, etwas loszulassen. Etwas aufgeben und fallen lassen. Ersetzt du eines durch das andere, so hast du nichts aufgeben, du hast nur getauscht. So löse dich von diesem und jenem und ersetze es nicht. Somit befreist du dich wirklich und löst dich aus den Fesseln der irdischen Materie. Sieh zu, wie alles entschwindet und gleichzeitig alles mehr wird.


Du denkst, du hast zu wenig Geld? So kaufe immer weniger ein – und merke wie dein Geld mehr wird. Du glaubst, du hast zu wenig Zeit? So tue weniger und sieh zu, wie die Zeit mehr wird. Sobald du wieder etwas kaufst, hast du weniger Geld. Sobald du wieder etwas tust, hast du weniger Zeit zur Verfügung. Wenn du Geld und Zeit behalten willst, so darfst du darüber nicht verfügen. Du musst sie lassen. Doch willst du das?

Ist das Leben nicht ein ständiges Tauschen? Das Handeln gegen die Zeit und die Dinge gegen Geld?


Wenn du Liebe haben willst, so darfst du nichts fordern. Fordere für dich und du hast weniger Liebe. Bleibe in der Liebe und du hast keine Kontrolle mehr. Wenn du in der Liebe bleiben willst, hast du bald gar nichts mehr. Deshalb ist die Liebe der schnellste Weg, um aus allem auszusteigen.

Bleibe in der Ruhe, dann musst du die Hast und dein Wollen loslassen. Wenn du viel Zeit hast und viel innere Ruhe, was machst du dann mit der Zeit? Nichts.


Wenn du viel Zeit hast, aber keine innere Ruhe, weil du so viele Ideen hast – was machst du dann mit der Zeit? Du verbrauchst sie schnell. Es ist nicht die Zeit, die schneller wird, es ist der Strom an Ideen und Gedanken, der weltweit mehr und mehr wird und ins Handeln drängt.

So läuft euch die Zeit nicht davon. Ihr verbraucht sie einfach. Für all das, was ihr verwirklichen wollt, für Schöpfung und Neugestaltung, für das Verwirklichen von Ideen. Im „Idealfall“ könnt ihr gar nicht mehr schlafen, weil euch die Ideen den Schlaf rauben. Wer hat schon Zeit zum Schlafen, die wird ja immer weniger....

Nun gibt es noch den Trick, die Zeit auszudehnen, auch das ist ein Konstrukt der Illusion. Natürlich kannst du die Zeit dehnen, damit du mehr Zeit hast, um all das zu tun, was du glaubst, tun zu wollen oder zu müssen.


Und du kannst die Welt nicht aufgeben, auch das ist eine Illusion. Du hast die Welt nicht, deshalb kannst du sie nicht aufgeben, du kannst dich nur langsam von einer Idee nach der anderen verabschieden und all das, wovon du glaubst, es tun zu müssen, weil.... nicht zu tun und dem Bedürfnis nicht nachgeben, dringend das oder jenes tun zu müssen.

Du kannst die Welt nicht aufgeben, solange du noch von ihr fasziniert bist, so lange da noch Ängste und Wünsche sind. Die Welt löst sich von selbst auf, wenn du ihr von innen heraus den Boden und die Nahrung entziehst – und du wirst sehen, wie viele Vorstellungen von Welt du hast und wie viele Facetten der Welt sich zeigen, bevor du deine Hohe Seele erreichen kannst.


Affirmationen:

Ich strahle Ruhe, Harmonie und Frieden aus und ziehe dadurch Menschen an, die ebenfalls Ruhe, Harmonie und Frieden in sich verwirklicht haben


Ich nehme immer mehr den Ruf meiner Hohen Seele wahr. Sie hilft mir, den Weg zu mir selbst zu finden. Sie ist der leitende Stern in meinem Leben, dem ich folge und dem ich vertraue. Von jetzt an und immer jetzt.



Das Buch "Die Erde ist ein Paradies", ein Lehr- und Hoffnungsbuch, könnt ihr gern bei mir bestellen.

  • Brigitte Evans



Weine.

Wenn du weinst, erlöst du dich selbst.

Weine, wenn du siehst, wie jemand leidet,

weine, wenn du siehst, dass jemand hungert,

weine, wenn du siehst, wie jemand friert.

Weine, wenn du siehst, dass jemand krank ist und stirbt,

weine, wenn du siehst, das jemand traurig ist.

Weine, denn deine Tränen sind Heilung für dich und die Welt.

Bleib nicht im Verstand, der deine Tränen stoppt und dich ablenkt.

"Nur nicht hinschauen, sonst wirst du traurig", sagt dein Verstand.

Er versucht dich zu schützen, indem er alles erklärt und schnell eine Lösung sucht.

Doch jede Erklärung ist ein Stein.

Dein Verstand baut eine Mauer auf, um dich zu schützen.

Doch diese Mauer trennt dich von deinen wahren Gefühlen und von den anderen.


Erkenne, dass all das Leid in dieser Welt nur einen Sinn hat: dich zum Weinen zu bringen.

Sieh das Leid und fühle, wie deine Tränen aufsteigen und dich überfluten.

Gib dich dem Weinen hin.

Deine Tränen lösen die Mauern auf, die zwischen dir und der wahren Welt stehen.


Weine. Lass deine Tränen fließen. Schluchze und erbebe. Und freue dich, denn so erbeben auch die Mauern um dein Herz und zerfallen zu Staub.

Wenn der Strom der Tränen versiegt, lächle und begrüße dich selbst.

Begrüße dein neues Leben in Freiheit, Liebe und Glückseligkeit.

© 2017   Fotos und Gestaltung:  B. und D. Evans, Sterngasse 11, A- 2443 Leithaprodersdorf