• Brigitte Evans

Von alten und neuen Glaubensmustern



oder: Was hat Weihnachten mit unserer Zukunft zu tun?

Unsere Gegenwart basiert auf alten Wünschen, Gedanken und Emotionen. Wir denken, handeln und fühlen jetzt so, wie wir damals denken, handeln und fühlen wollten. Das alte Programm ist ein "Überlebensmodus" mit einem Kampf- und Fluchtmodus.


Die aktuelle Zeit rührt auch in Ländern, in denen schon jahrzehntelang Frieden herrscht, an diesem Muster. Die Menschen haben jetzt keine Angst vor Krieg, aber sie haben Angst nicht weniger Angst vor dem Sterben als im Krieg. Der Angreifer ist nicht ein benachbarter Stamm oder ein benachbartes Königreich, das Grund und Boden will, sondern ein Virus, das für einige Menschen den Tod und für andere Krankheit bedeutet. Und Regierungen, die ihren Bürgern zahlreiche Gesetze und Vorschriften aufbürden, welche die Verhältnismäßigkeit oft übersteigen und die Mündigkeit und Selbstverantwortlichkeit der Bürger untergraben.

Der alte Kampf- und Fluchtmodus rührt sich wieder. Die Menschen begehren auf oder ducken sich in Angst.


Dass die uralten Programme bei uns auch in Friedenszeiten munter drauflos wüten, sehen wir daran, was die Menschen am liebsten haben: Wettkämpfe, spannende Filme und Bücher und Computerspiele, in denen es mehr oder wenig brutal ums nackte Überleben des Avatars geht. Der Spieler sitzt gemütlich an seiner Spielkonsole oder am Computer oder Handy und fiebert mit. Das alte Denken Kampf oder Flucht wird gefüttert, das Denken auf eine unwirtliche, feindlich gesinnte Welt konzentriert. Obwohl die Spieler sich bewusst sind, dass das Spiel eine Fiktion ist, wird ihr Gehirn beeinflusst. Der Glaube, dass die Welt gefährlich sei - wird zementiert!

Und alle, die nicht mit Computerspielen die Lebenszeit totschlagen, hält das alte Programm mit einem neuen Virus in Schach. Mental und emotional befinden wir uns noch in der Steinzeit. Trotz all der modernen Technologie zittern die meisten Menschen wie Espenlaub vor dem Virus oder den radikalen, teils diktatorisch anmutenden Verhaltensweisen der Regierungen. Der Überlebensmodus feiert "fröhliche Urständ".

Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, müssen wir diesen alten Modus, mit seinen Flucht- und Kampfmechanismen, die unsere Gedanken, Emotionen und Hormone steuern, ändern. Und zwar schnell!


Wir leben nicht mehr in der Steinzeit. Definitiv nicht. Doch wir arbeiten uns dorthin zurück, wenn wir nicht lernen, aktiv einen neuen Lebens-Modus zu definieren und zu manifestieren.

Auch die Habgier der Superreichen ist ein alter Trick des Überlebensmodus. Denn ob man es glaubt oder nicht, Menschen, die sehr viel Geld haben, also objektiv betrachtet, nicht eine Sekunde lang Angst vor dem Verhungern haben müssten, fühlen sich nicht reich.

So wie junge Frauen, die sich zu Tode hungern, weil sie glauben, zu dick zu sein, obwohl sie bereits bis zu den Knochen abgemagert sind.


Der Überlebensmodus macht blind. Er ist eine Art Gewohnheit, die zum Selbstbild geworden ist, die sich zu einem inneren Monster entwickelt. Die Gedanken und Gefühle kreisen nur mehr um diese Sätze und Befürchtungen: "Ich bin arm. Ich bin in Gefahr. Ich bin habe nicht genug. Ich bin nicht genug."


Daraus ergibt sich eine Gesellschaft, die die höchsten Gewinne aus Produktion und Verkauf von Waffen, Medikamenten, Informationen und Spekulation auf Lebensmitteln und Grund- und Boden entsteht. Die Finanzwirtschaft dient dem kapitalistischem System, das einzig und allein auf dem Steinzeit-Überlebensmodus beruht. Wer mag sich darauf etwas einbilden?


Das alte Muster zeigt uns täglich, dass sich an der Situation seit Tausenden Jahren nicht viel geändert hat. Es gibt Verlierer und Gewinner. Kaum werden Gefahren gebannt, erschaffen wir im Handumdrehen neue. Mal ganz abgesehen von mehrfachen Overkill!


Wir brauchen DRINGEND EINEN NEUEN LEBENSMODUS.

Wir müssen uns von dem Überlebensmodus verabschieden. Und wir tun gut daran, es bald zu tun.

Das ist jedoch nicht so einfach, weil der alte Modus immer neue raffinierte Tricks erfindet, uns Angst und Schrecken vorzugaukeln.


Der neue Lebensmodus beruht darauf, dass die Welt gut und sicher ist. Das sie ein Ort des Friedens und der Liebe ist. Dieser Modus sitzt bereits in uns. Er macht sich als Sehnsucht bemerkbar, als Möglichkeit und Hoffnung.

Dieser Friedensmodus ist ein bewusster, erwachsener Umgang mit all den Chancen, die diese Welt uns bietet. Das Denken, Fühlen und Handeln aus diesem Modus heraus steht dem alten Muster diametral gegenüber. Das macht die Sache schwieriger. Denn wie soll ein so zartes Pflänzchen gegen den alten an Kampf und Sieg gewohnten Überlebensmodus antreten?


Es geht darum, den Fokus zu ändern. Ein für allemal das Herz sprechen zu lassen. Sich nur und ausschließlich auf das Schöne und Liebevolle zu konzentrieren und zu fokussieren. Wenn wir hin und her springen, einmal das Schöne betrachten und das zarte Pflänzchen Hoffnung/Frieden/Liebe in uns nähren, bei der kleinsten Ablenkung jedoch wieder in die "alte" Welt des Kampfes und Leidens abdriften, wird das Pflänzchen nicht genug Nahrung erhalten, um stark zu werden.


Physiologisch betrachtet, müssen wir das Gehirn mit Liebe, Frieden und Zuversicht, mit Lachen, Krea