• Brigitte Evans

Basisch versus sauer

Aktualisiert: 9. Dez 2018



„Keine Krankheit kann in einem basischen Milieu existieren – nicht einmal Krebs!“

Dr. Otto Warburg (Medizinnobelpreisträger)



Mittlerweile ist bekannt, wie wichtig die Gesundheit des Darms für unser gesamtes Körpersystem ist. Je mehr Vitalstoffe dem Blut durch den Darm zur Verfügung gestellt werden, desto besser können alle Organe arbeiten. Und je besser der Abtransport aller Giftstoffe funktioniert, desto leichter, lebendiger und wohler fühlen wir uns. Das ist keine graue Theorie, das ist tausendfach erwiesen. Funktioniert das Entgiften nicht mehr, weil zu viele toxische Stoffe Leber und Lymphsysteme überlasten, werden die Gifte im Körper gelagert. Leider sind das nur Zwischenlager und keine Endlösungen. Ablagerungen jeder Art behindern die weitere Aufnahme gesunder Nährstoffe und den Abtransport von Schlacken und Giften. Ein verhängnisvoller Kreislauf, der mit schweren Entzündungen und Krankheiten endet.


"Wie oben so unten, wie außen so innen!"

Dr. Wartburgs These, nach der ein basischer Körper keine Krankheiten kennt, kann für alle Lebensbereiche übernommen werden.

Alle Systeme und Milieus, die übersäuert, also vergiftet sind, sind krank. Um Gesundheit zu erlangen, müssten wir überall für "basische" Verhältnisse sorgen, in uns, in der Familie, in Beziehungen zu FreundInnen und KollegInnen, im Bildungs-, Gesundheits-, Finanz- und Wirtschaftswesen.


Die Kennzeichen einer "basischen" Gesellschaft wären entsprechend dem Zustand eines basischen Milieus im Körper: Gesundheit und Zusammenarbeit. Das System hätte die Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren nicht eingebüßt, sondern würde auf angenehme Art und Weise sein Gleichgewicht wahren. Keine Konflikte, keine Kriege, keine Katastrophen. Kein Stress.


Stress

Unser Stress beginnt damit, dass wir nicht achtgeben, was wir uns einverleiben. Es ist die Aufgabe unseres Körpers, alles zu verarbeiten, zu interpretieren und zu verdauen. Was dem Körper nicht gut tut, muss ausgeschieden werden.

Wir machen es unserem Körper nicht leicht. Wir füttern ihn mit Gift (Zucker, Nikotin, Alkohol, Gifte der Landwirtschaft, Fertigprodukte u.a.) und hoffen, dass er es möglichst gut verarbeitet, damit wir trotzdem gesund bleiben/werden. Diese Rechnung geht natürlich nicht auf. Wir werden krank und hoffen, dass wir durch das Zuführen von noch mehr Gift (spricht von Medikamenten) gesund werden. So viel Unlogik von so vielen klugen Menschen?

Das Problem ist, dass es nicht unsere Logik ist, die unser Leben regiert, sondern unsere Gefühle, vor allem unsere im tiefsten Keller gelagerten Emotionen (also das Unbewusste).


Emotionale Gifte:

Denn so wie der Körper seine Gifte ablagert, lagert auch das psychische System seine emotionalen Gifte ab. Und so wie sich die Körpergifte irgendwann melden, z.B. als Entzündung, melden sich die emotionalen Gifte in Form von Unfällen oder in der Projektion als Konflikt mit anderen Menschen.


Bei Nahrungsmitteln ist der Zusammenhang zwischen einem basischen und einem sauren Milieu am leichtesten zu erkennen. Bei anderen Giften, wie Neid, Hass, Eifersucht, Gier ist die Wirkung auf den Körper und das System vielleicht nicht ganz so schnell zu erkennen, doch sie wirkt sich verheerend aus.


Ein Mensch, der sich gesund ernährt, erschafft ein gesundes, basisches und friedliches Milieu in seinem Körper. Wenn er jedoch in einem Milieu lebt, das ihn emotional belastet, hilft das gesunde Essen nichts, er wird trotzdem krank werden. Emotionale Gifte wirken wir physische Gifte - sie verursachen Krankheit und Tod.

Also werden wir versuchen, emotional "basisch" zu werden. Wir erlernen Entspannungstechniken und Yoga, gehen in Therapie, um unseren Seelenmüll loszuwerden und achten darauf, mit wem wir uns umgeben.


Sich mit liebevollen, empathischen Menschen zu umgeben, ist so wichtig wie biologische Lebensmittel zu essen - und genauso selten sind sie zu finden. Die Umwelt bietet hauptsächlich vergiftete Menschen an. Menschen, die sich ärgern, die Sorgen haben, sich beschweren, jammern, leiden, von Neid zerfressen oder unsicher und panisch sind.

Es geht leicht, einem konventionellen Supermarkt den Rücken zu kehren und in den nächsten Bioladen zu gehen, doch was macht man, wenn man erkennt, dass die Menschen in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule, an der Uni und im Freundeskreis vergiftet sind? Dreht man ihnen den Rücken zu und sucht sich eine neue Familie, neue Freunde und neue Arbeit? Manche machen das. Früher oder später machen es alle, die gesund leben wollen. Doch dieser Schritt ist schwer und viele schaffen den Absprung nicht rechtzeitig oder gar nicht.


Abwehrsysteme:

Unser Körper hat ausgezeichnete Abwehrsysteme, die ihm helfen, lange Zeit in einem emotional vergifteten Milieu zu überleben: Verdrängen, leugnen, rechtfertigen, das Gift tief in das Unterbewusste schieben - und so tun, als wäre alles in Ordnung und als ginge es nur um ein bisschen oberflächlichen emotionalen Stress.


Wie lange können wir uns in einem Milieu aufhalten, das Gift produziert ohne krank zu werden? Die Antwort ist einfach: eigentlich gar nicht. Jedes Gift, das wir aufnehmen, schadet uns und verursacht eine Abwehrreaktion des Körpers, die wir als Unwohlsein wahrnehmen, wenn wir noch sensibel genug dafür sind. Jedes Stück Fleisch, jeder Schluck Alkohol, jedes giftige Wort, jeder neidvolle Gedanke belastet uns.


Je mehr physische und emotionale Gifte wir abwehren müssen, umso geringer wird unsere sensible Wahrnehmung. Wir bekommen eine "harte Haut", wir werden "robust", "abgehärtet" und verlieren immer mehr den Zugang zu unserer inneren Stimme, die uns zu einem gesunden, angenehmen Leben leiten würde.

Wir schieben den Schmerz und die Wut in unser Unterbewusstsein und verbarrikadieren sie dort. Wir haben keinen Zugang mehr dazu - doch die Gifte sind gespeichert und kommen durch die Hintertür wieder zum Vorschein. Sie vergiften unseren Körper. Wir sprechen dann von psycho-somatischen Krankheiten. Emotionenen sind zutiefst mit unserem körperlichen Wohlbefinden verknüpft.


Wenn sich Menschen lange genug emotional "abhärten", was viele Eltern schon mit ihren Säuglingen machen, indem sie nicht auf deren Bedürfnisse eingehen, sondern ihnen ihre eigene enge Struktur überstülpen, verlieren diese ihre feinen Sensoren, die ihnen helfen würden, Milieus und Menschen aufzusuchen, die ihnen guttun und gleichzeitig selbst ein "basisches" Milieu zu schaffen in dem sich andere wohlfühlen!


Wenn wir uns abhärten und lernen, in einem kranken Milieu zu überleben, indem wir uns in unseren engen schützenden und trennenden Mauern bewegen , erkennen wir gar nicht mehr, dass solche inneren Programme antrainiert sind. Wir lernen das kranke Milieu als das natürliche zu betrachten und unseren Zustand in den Abwehrmechanismen als einen natürlichen Zustand zu fühlen

Somit stecken wir in einer Falle fest und können erst dann, wenn wir durch sogenannte Schicksalsschläge in die Knie gewzungen werden, wieder sanft, weich und "basisch" werden.


Unser Gesundheitsbewusstsein:

Das Schicksal kommt nie von außen. Es ist unser inneres Gesundheitsbewusstsein, das sich nicht mehr anders zu helfen weiß und einen Systemabsturz provoziert.

Der Körper ist so übersäuert, dass er z.B. mit Magenproblemen oder Darmverschluss reagiert. Es kann aber auch sein, dass uns der Tod eines anderen Menschen so erschüttert, dass wir krank werden oder dass uns die Arbeit so überfordert, dass wir in ein Burn-out katapultiert werden.

Was wir als Schicksalsschlag erleben, ist ein innerer Hammerschlag, der von unserem Gesundheitsbewusstsein initiiert wurde, um uns von unseren abwehrenden, harten und gefühllosen Verhaltensmustern zu befreien, in die wir die sanfte Seele gesperrt haben.


Beobachten wir Menschen, die von einem Schicksalsschlag betroffen wurden, sehen wir, dass für sie plötzlich andere Kriterien gelten. Nicht mehr der äußere Erfolg wird wichtig, sondern ein Leben in Ruhe und Entspannung. Genau das könnten wir auch einfacher haben. Wir müssten nur aufhören, uns vor unseren sensiblen Wahrnehmungen durch hohe Mauern zu schützen. Wir alle reißen eines Tages unsere Zäune und Mauern ein und zeigen uns verwundbar und sensibel. Wir alle erkennen eines Tages, wie wir uns selbst täglich selbst vergiften und kehren den Giften den Rücken. Warum nicht heute?


Das ist keine rhetorische Frage. Die Antwort ist relativ einfach, die Lösung nicht. Das Perfide an unserem Abwehrmechanismen ist, dass sie als solche nicht mehr erkannt werden.

Alle, die heute erfolgreich sind im Sinne des kapitalistischen Wirtschaftsdenken, glauben, dass sie wegen ihrer eigenen Leistungen so erfolgreich wären. Doch tief in ihrem Inneren wissen auch sie, dass dies nur bedingt stimmt. Niemand ist eine Insel. Niemand schafft etwas allein.

Nicht die Generäle gewinnen die Schlachten, sondern die Soldaten, die für diese Generäle in den Krieg ziehen. Wie viele Mauern um seine sanfte Seele hat jemand aufgezogen, wenn er es schafft, andere Menschen, vielleicht sogar die eigenen Kinder, in einen Krieg zu hetzen oder Waffen erzeugt und verkauft in dem Wissen, dass damit andere Menschen getötet werden?


Wie heißt das Gift, das in diesen Menschen gelagert ist? Habgier und Angst. Zum Glück leben wir in einem friedlichen Land, doch wenn wir uns die Schlagzeilen (was für ein aggressives Wort) ansehen, merken wir, dass dem gar nicht so ist. Der Kampf ist nur subtiler. Es geht um Wahl- und Konkurrenzkampf, um Siegen und Gewinnoptimieren.


Es gibt niemanden, der allein die Karriereleiter hochklettert. Er/sie steigt immer auf den Rücken oder auf die Köpfe eines anderen! Da ist immer jemand, der verliert, wenn einer oder eine gewinnt. Da wird immer jemand ausgebeutet, wenn andere "Beutezüge" machen und Gewinne einstreifen.


Wie viele Abwehrmechanismen aus Rechtfertigungen und Verdrängungenen haben PolitikerInnen und LehrerInnen errichtet, die unser Bildungssystem mittragen? Täglich stehen Kinder viel zu früh auf und verleugnen ihre sensible Seite, indem sie lernen zu funktionieren. Sie werden angehalten, stundenlang stillzusitzen, wenn draußen die Sonne scheint, um zu lernen, sich reibungslos in ein wissenschafts- und wirtschaftsgläubiges Milieu einzufügen. Und sollten sie unangepasst sein, nicht in ein Schema passen, gibt man ihnen Medikamente (also weitere Gifte).

Und die Eltern machen mit, weil sich diese Eltern ebenfalls tägliche Giftrationen einverleiben (Alkohol, denaturiertes Essen, Beruhigungs- und Aufputschmittel), weil sie sich durch Medien und ihre Umwelt verunsichern lassen und weil sie gar nicht daran denken, dass es außerhalb dieses kranken Systems eine alternative Welt gibt.


Wie viele Schutz- und Abwehrmechanismen gegen ihre weiche Seite müssen Menschen aufgebaut haben, die Tiere quälen und schlachten? Wie viel Gift haben sie in ihrem Körper und in ihrer Psyche gelagert? Was werden sie fühlen, wenn sie sich von den Giften befreien?


Wie viel emotionalen Giftmüll haben jene UnternehmerInnen und Börsenspekulanten, PolitikerInnen und Führungspersönlichkeiten unserer Gesellschaft gelagert, die sich erdreisten, die Menschen in untere, einfache und obere soziale Schichten zu teilen? Wie viel trennt diese Menschen von ihrem eigenen einfachen, weil basischen und gesundem Gemüt?

Wie viel Alkohol fließt in der "guten" Gesellschaft? Nicht weniger als im "einfachen" Volk.

Was dem einen seine Zigarette, ist dem anderen sein Kokain. Die Körpergifte spiegeln sich im Gift der Sprache und in den Medien - und natürlich im Umgang miteinander.

Hass, Neid, Gier gibt es in allen Finanzschichten. Auch jene, die kein Geld haben, können brutal, grob und gierig sein.


Es gibt immer Alternativen zu diesem übersäuerten, giftigen Milieu! Solange wir jedoch selbst übersäuert sind und uns mit den Giften abfinden, die uns umgeben, werden wir die "basischen" Alternativen bitter und ungenießbar finden.


Wenn jemand, der sich hauptsächlich von Fleisch, Fertiggerichten und zuckerhaltigen Speisen ernährt, das erste Mal einen grünen Smoothie trinkt, glaubt er, sich zu vergiften und wird es als ungenießbar ablehnen.

Genauso ist es mit allen anderen Milieus. Solange wir nicht irgendwo beginnen, das übersäuerte Milieu als giftig zu erkennen, anstatt es als normal einzustufen, werden wir alle Alternativen entweder gar nicht sehen oder erbost ablehnen.

Der Mensch in einem sauren Milieu ist im Stress, also in Anspannung und krank, müde, ausgelaugt und unruhig. Er lebt in einem ständigen "Kampfmodus" (egal in welcher sozialen Schicht er sich befindet).

In einer übersäuerten, giftigen Gesellschaft sind fast alle Wesen im Stress, auch Tiere und Pflanzen und vor allem die Kinder! Kinder werden zunehmend unruhiger und anfälliger für Krankheiten.

Konflikte werden mit völlig unadäquaten Mitteln gelöst (Amoklauf wegen schlechter Noten).

Es gibt unzählige Debatten und Maßnahmen wegen Abwehrsysteme (Waffen, Mauern, Zäune, Grenzen, Versicherungen, Alarmanlagen, Datenschutz) - was für Menschen in diesem Milileu Sinn zu machen scheint, weil auch die Gewalt und die Konfliktbereitschaft wachsen.

Die Kluft zwischen Armen und Reichen wird größer. Das System droht zu kippen.


Lösungsansätze

Wenn jemand soweit ist, dass er wahrnimmt, wie vergiftet die Böden, die Luft, das Wasser, das Essen und die Kommunikation sind und sich für Änderungen engagieren möchte, hat er schon einen Teil seiner inneren Verhärtungen abgerissen. Er/sie ist sich schon der eigenen weichen, sensiblen Seite bewusst geworden - und das ist fantastisch. Das ist der Beginn eines neuen, erfreulichen und wunderbaren Lebens.


Wenn unser inneres Gesundheitsbewusstsein merkt, dass wir beginnen, uns um unsere Milieus Gedanken zu machen, läuft es zu Hochform auf. Der "Erwachte" wird vieles lernen, was ihm/sie befähigt, andere Milieus zu erschaffen.

Der Weg in ein gesundes, giftfreies Leben ist nicht unbedingt einfach, weil es anfangs wie ein Verzicht auf Annehmlichkeiten aussieht.

So schnell gewöhnt man sich nicht an Bitterstoffe im Salat, an Rohkost oder Smoothies.

Wir müssen uns von unserem "Kampfprogrammen" lösen und inneren Frieden finden. Das heißt, wir brauchen viel, viel Zeit, um unsere inneren Muster zu erkennen und zu verändern.

Es werden einige innere und äußere Stimmen auftauchen, die uns von unserer Innenschau abhalten wollen und diese als unnötig bezeichnen.

Doch wie sollen wir wissen, was wirklich gut für uns ist, wenn wir uns nicht selbst ständig danach erkundigen, wenn wir uns nicht ernst nehmen und uns wirklich mit uns beschäftigen?


Wir sind Pioniere

Wir müssen etwas lernen, was erst wenige Menschen können. Wir sind Pioniere und werden deshalb auch Fehler machen und das neue "basische" Friedensbewusstsein mit kleinen Schritten erlernen.

Dazu brauchen wir Geduld für uns selbst. Und Geduld ist schon ein Kennzeichen des "basischen" Milieus. Wir brauchen Vertrauen - und auch das ist schon Teil des neuen Bewusstseins.


Das saure Milieu kann deshalb so leicht wachsen, weil es überall zu finden ist. Wir sind damit aufgewachsen, mit den Streitereien und Krankheiten unserer Eltern, mit den Strafen und der mangelnden Wertschätzung in der Schule, mit den unwürdigen Arbeits- und Entlohungssystemen im Beruf und dem Konkurrenzdenken im Sport, den Kämpfen mit unseren PartnerInnen und den Feindschaften zwischen Freunden. Das ist normal für uns.

Wir finden das Gift überall. Doch Frieden, Liebe, Verständnis, Vertrauen, Geduld, Gesundheit, Freundlichkeit finden wir kaum irgendwo. Wir müssen das Friedensbewusstsein richtiggehend suchen. Und das sollten wir tun. Wir sollten uns genau dorthin bewegen, wo es Frieden, Liebe, Geduld und ein Miteinander gibt.


Selbstbeobachtung

Wir sollten besonders am Beginn unserer Reise damit beginnen, uns selbst zu beobachten.

Wir alle kennen Situationen und Lebensbereiche, in denen wir uns wohl und sicher fühlen und solche, in denen unsere Angriffs- und Abwehrsysteme hochfahren. Wenn wir unsere Umwelt ändern wollen, müssen wir uns selbst kennen. Der erste und wichtigste Schritt jeder Heilung ist die Selbsterkenntnis.

Besonders wichtig ist es auch, auf das eigene körperliche Milieu zu achten. Da es darum geht, dass wir uns in allen Lebensbereichen zu viel Gift einverleiben, müssen wir das Gift, das wir zu uns nehmen, auf ein Minimum reduzieren und unseren Körper basisch halten.


Was zeichnet einen basischen Körper aus?

Er ist frei von giftigen Substanzen und kann deshalb alle körperlichen Funktionen bestens erfüllen.

Der Körper hat einen guten Muskeltonus, keine Verspannungen, keine Nervosität, aber genügend Kraft und Energie, um notwendige Arbeiten zu verrichten.

Yin und Yang sind im Gleichgewicht - Aktion und Entspannung halten sich die Waage. Es gibt keine inneren Konflikte, die sich als Entzündung oder Schmerzen äußern würden.

Das klingt doch gut, oder? Klingt nach einem angenehmen Leben.

Unser Körper will gesund sein. Unser eingebautes Gesundheitsbewusstsein ist mit allen Mitteln ausgestattet, um uns gesund zu erhalten. Wenn wir uns einmal darauf eingelassen haben, wird es sehr schwer, die Warnhinweise des Körpers zu überhören. Dieses Gesundheitsgewissen meldet sich früher oder später nicht nur bezüglich unserer Nahrungsmittel. Es wir alles genau unter die Lupe genommen, was wir uns einverleiben und welches Milieu wir erschaffen.


Wenn wir beginnen, unseren Körper von Giftmüll zu befreien, ergeben sich die nächsten Schritte von selbst, weil das innere Gesundheitsbewusstsein alle Maßnahmen setzen wird, damit wir uns auch der möglichen Alternativen bewusst werden.

Wir werden uns wohler fühlen und dieses Gefühl lassen wir uns nicht mehr nehmen. Wir werden wieder feinfühliger und erkennen damit, was alles nicht stimmt.

So wie sich die konzentrischen Kreise bilden, wenn wir einen Stein ins Wasser werfen, werden auch unsere Bemühungen, unser Leben basisch und giftfrei zu gestalten größer und in alle unsere Lebensbereiche eingreifen.

Wir werden sensibler und achtsamer, aber auch freier und lebendiger. Die Achtsamkeit hat nichts mit Angst oder Befürchtung zu tun, sondern entspringt immer mehr dem Bewusstsein einer Verbundenheit mit allem, was existiert.

Die herkömmliche Art zu denken und handeln, in Konkurrenz miteinander zu treten, besser und stärker sein zu wollen, entspringt dem "Kampfprogramm" einer vergifteten Gesellschaft.


Große Ziele, umfassende Änderungen

Zu einer giftfreien Gesellschaft gehört deshalb auch das Ende der Ausbeutung, das Ende der Waffenproduktion, das Ende der konventionellen Landwirtschaft, der Haltung von Tieren als "Produnktonsfaktoren" zur Mast und Schlachtung, das Ende der herkömmlichen Parteipolitik, das Ende des traditionellen Schulwesens, das Ende der traditionellen Außenpolitik, die letztendlich nur auf Geschäften und Gegengeschäften (also Ausbeutung und Erpressung) beruht und auf das Ende jedweder Klassengesellschaft.


Davor haben viele Angst - und bevor sie sich auf diese umfassenden Änderungen einlassen, vergiften sie lieber weiter ihren Körper mit Fleisch, Alkohol, Zigaretten, Zucker und Fertigprodukten.

Der Selbstmord auf Raten tut anscheinend nicht so weh, wie das Eingeständnis, dass wir dringend unsere Prioritäten ändern sollten!


Doch zum Glück gibt es mittlerweile viele Menschen, die umdenken und sich auf ein gesundes, friedliches, "basisches" Leben einlassen wollen. Und es gibt schon einige Ansätze, um auch die Umwelt von Giften zu befreien. Es werden Alternativen in fast allen Lebensbereichen angeboten. Wir können auf Plastik, giftige Dünger und giftige Chemikalien im Haushalt verzichten - und wir das werden das auch tun, wenn wir sensibel für unsere wahren Bedüfnisse geworden sind. Wir können durch unser Konsumverhalten etwas bewirken, aber auch durch unsere Berufswahl und durch die Erziehung unserer Kinder.


Irgendwann werden auch die verhärtesten Menschen weich und erkennen, dass das Leben kein Kampf ist, für den man sich wappnen muss, sondern ein Fest, zu dem wir alle geladen sind - natürlich mit veganem Buffet :)


Für Anregungen, Fragen und weitere Infos stehe ich gern zur Verfügung.

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