• Brigitte Evans

Gleichgewicht

Aktualisiert: 21. März 2018




Eine Rose ist wunderschön, aber sie hat Dornen.

Solange wir die Rose nicht kennen,

können wir uns an ihren Dornen stechen.


Das Leben ist wunderschön, aber es birgt Schmerzen und Leiden.

So lange wir uns selbst nicht erkannt haben,

werden wir leiden.



Leben in Disharmonie

Es gibt viele Menschen, die hauptsächlich im Ungleichgewicht leben. Das Problem ist, dass sie nicht erkennen, dass sie, wie alle anderen auch, eigentlich auf einem Erkenntnis- und Entwicklungsweg Richtung inneren Frieden und Harmonie unterwegs sind.


Für sie gilt das Recht des Stärkeren als Lebensregel Nummer 1. Sie verschließen sich den feineren Schwingungen ihrer Seele und hauen lieber zu anstatt zuzuhören und beschuldigen alle anderen an der eigenen Misere, anstatt selbst ihr Leben kreativ und eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Diese Menschen leben in einem eigenen emotionalen und mentalen Kerker nach dem Motto: "Wer nicht hören will, muss fühlen!"

Sie begreifen nicht, dass sie mit sich selbst genau so hart wie mit anderen umgehen -- und deshalb von einer Krise in die nächste geraten. Da sie nicht auf die leise innere Stimme hören, muss ihnen ihre Seele die Lektionen entgegenschreien - also durch extreme äußere Umstände zeigen, worum es der menschlichen Seele wirklich geht.


Man könnte auch sagen, dass Menschen, die nicht bewusst an ihrer geistig-seelischen Entwicklung arbeiten, dem inneren Ungleichgewicht hilflos ausgeliefert sind.



Tiefes Verstehen

Selbsterforschung und Selbsterkenntnis sind wichtige Meilensteine zu einem besseren Leben für uns selbst und für andere. Je mehr wir uns selbst kennen, desto eher verstehen wir andere Menschen, auch jene, die "noch nicht so weit sind", die "nicht spirituell" sind, die nicht zu unserem bevorzugten Umfeld gehören.


Wenn wir achtsam und ehrlich unsere eigenen mentalen und emotionalen Muster anschauen, entwickeln wir tiefes Verständnis für uns und sehen, dass es nichts gibt, was wir nicht auch in uns tragen. Jede "Verfehlung", die wie an anderen wahrnehmen, liegt als Same in uns verborgen. Neid, Groll, Frust, Unmäßigkeit, Unsicherheiten und Ängste, Widerwillen und Abneigungen, Verurteilungen, Hass, Ärger, Zorn -- all das, was wir ablehnen oder fürchten, liegt tief in jedem von uns verborgen und zeigt sich in der Welt oft in pervertierter und grotesker Form.


Die Welt ist ein Spiegel für uns, so schlimm sie auch aussehen mag. Und je tiefer wir in uns selbst nachforschen, desto mehr erkennen wir, dass wir mitverantwortlich sind für das, was sich rund um uns abspielt. Dieses Wissen gibt uns aber auch die Macht im Außen etwas zu ändern.



Unsere Macht, die Welt zu ändern

Je länger wir auf dem Weg der Selbsterkenntnis und der Suche nach der Wahrheit sind, desto mehr sehen wir auch die positiven Seiten in uns: Liebe, Freude, Gelassenheit, Großmut, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft sowie die Kraft zu vergeben, die Fähigkeit zu danken und Gutes anzunehmen.


Während wir immer liebevoller und verständnisvoller mit uns umgehen, bauen wir ein starkes, lichtes Energiefeld auf, das auch andere Menschen in unserem Umfeld daran erinnert (über die Spiegelung), dass sie selbst ebenfalls so viele positive Potenziale in sich tragen. Und sie werden merken, wie angenehm es sich anfühlt, diese Potenziale zu nähren und zu entfalten.


So gleiten wir über die Selbsterkenntnis durch Spiegelung in unsere eigenen Tiefen, um die Schätze zu heben, die sich in unserem Innersten verbergen. Diese Schätze können wir der Welt schenken. Wir werden zu glänzenden, klaren Spiegeln, in denen alle anderen ihre eigene Schönheit sehen!

Ich finde, das ist ein sehr heilsamer Weg auch für jene Menschen, die nur durch harte Schickalsschläge lernen.



Leben in Harmonie:

Und irgendwann werden wir unser Ziel erreicht haben, ein Leben im Gleichgewicht, das uns Lebenskraft, Lebensfreude, seelisch-körperliches Wohlbefinden, erfüllende Beziehungen, Unabhängigkeit, Mitgefühl, Kreativität, klaren Verstand und intuitive Erkenntnisse bringt. Wir werden immer mehr die Hingabe an etwas fühlen, das größer ist als unsere inneren Werte und Überzeugungen, nämlich die Verbundenheit mit etwas, das alles umfasst und enthält.

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